Hilfe zur Selbsthilfe

fit - aktiv - sportiv

Wer als Rollifahrer fit ist, hat mehr vom Leben. Der Weg dorthin verlangt nicht nur Willen und Training, sondern auch Wissen über den optimalen „fahrbaren Beinersatz“. Alles zusammen bringt einem Sicherheit und Selbstbewusstsein. Mittlerweile ist diese Erkenntnis gereift und längst bewiesen. Doch das war nicht immer so.

Sport als Retter

Bis Mitte der fünfziger Jahre überlebten in Deutschland auf Grund der Sekundärfolgen keine 10 % der Querschnittgelähmten das erste Jahr nach der Schädigung. In England war man dank der umfassenden Behandlungsmethoden von Sir Ludwig Guttmann schon wesentlich weiter. Neben gezielten Verfahren zur Vermeidung der Sekundärschäden spielte die funktionelle und psychische Mobilisierung der Schwerbehinderten eine große Rolle. Der Sport übernahm hier die integrale Funktion für alle therapeutischen Maßnahmen. Mit der Einführung dieser Behandlungsmethoden in Deutschland setzte auch die Entwicklung des Rollstuhlsports ein.

Fit im Rollstuhl – fit fürs Leben

Fit im Rolli wird man durch Körpereinsatz, einen optimal angepassten Rollstuhl und das Mobilitätstraining mit dem Rollstuhl. Das Üben fördert ein sicheres und selbstbewusstes Bewegen im Alltag. Hat man das erreicht und eine dem eigenen Körper entsprechende Kondition, lässt sich das eigene Leben viel aktiver gestalten. Auch im Job oder in der Freizeit ist man dadurch einfach näher dran – an anderen Rollifahrern und an Nichtbehinderten. Auch ist damit eine gute Basis geschaffen, um Rollstuhlsport auszuüben. Sport vermittelt die eigene Leistungsfähigkeit und neue Lebensfreude. Sport in der Gemeinschaft macht Spaß und durch den integrativen Charakter vieler Sportangebote wird auch der Kontakt zu Nichtbehinderten gefördert.